Tag 1  -   Schneebiger Nock (Monte Nevoso) 3358m  -  Fernerköpfl 3249m  -  Magerstein (Monte Magro) 3273m  -   Riesenfernergruppe

Tag 1  - Start: 6:15 Uhr PP Säge in Rein in Taufers (Ahrntal), auf Weg Nr. 8 geht es für mich rauf zur wunderschönen Kasseler Hütte, (wo ich meine Hüttenutensilien für die Nächtigung heute Abend hinterlege) - einen typisch italienischen Kaffee zum morgendlichen wach werden getrunken, mich beim Hüttenwirt über die Bedingungen erkundigt und grade wieder gerichtet um den Weg weiter zum Schneebigen Nock anzutreten, kommt noch ein weiterer Bergkamerad des Weges rauf, der Hüttenwirt uns gleich zum gemeinsamen Anstieg verkuppelt und los gings. So eine Tour dann doch mit Begleitung zu machen ist doch um vieles angenehmer als alleine :-)

Es ging ziemlich rasch rauf Richtung Malersee und weiter auf den nur teils Rotpunkt und Steinmännern markierten Weg. Ein Stück vor uns hab ich dann auch die 2 Jungs gesehen die ne halbe Stunde vor mir gestartet sind, für sie ging es scheinbar auch auf den Schneebigen Nock. Nach 3,5h standen wir dann zu viert auf dem Schneebigen Nock. 2 weitere gesellten sich noch zu uns. Keiner wollte weiter die Überschreitung machen, da ich dann verkündete diese anzugehen waren dann im nu alle mit von der Partie! Wir hatten einen Gebietskenner dabei der die Tour schon mehrmals gemacht hatte und so gings zu sechst mit guten Tempo zügig weiter. Erst mal über eine steile seilversicherte Felsstufe vom Schneebigen Nock runter und weiter aufs Fernerköpfl. Vom Fernerköpfl wollten wir dann über den aperen westlichen Riesenfernergletscher weiter auf den Magerstein. Die Gletscherspalten waren bestens zu sehen, so stellte auch dieser Part keine Schwierigkeit dar. Nach 4:45h waren wir dann am Magerstein angekommen. Ein wunderschönes Gipfelkreuz schmückt diesen speziellen Gipfel von meiner To-Do-Liste. Nach einer kurzen weiteren Gipfelpause machten wir uns an den Abstieg. Dieser erfolgte auch einen Teil auf dem Gletscher - Steigeisen sind hier auf alle Fälle ein Muss! Auf Weg Nr. 4 ging es dann zurück zur Kasseler Hütte. Welche wir nach 6:50h Gehzeit erreichten. (Gehzeit mir relativ zügigem Tempo) Rechter Hand immer schon mein imposantes Ziel für morgen vor Augen - der Hochgall!

Gesamtanstieg:  2004 hm    -      Distanz:  15,43 km PP Säge bis zur Kasseler Hütte (bis runter zum PP wären es nochmals rund 4,6 km dazu)

 

Ich habe auf der wunderschönen Kasseler Hütte genächtigt, da es für mich am nächsten Tag auf den Hochgall via NW-Grat im II. Schwierigkeitsgrad gehen sollte, die Tour ist eine absolute Empfehlung, allerdings ist sie trittsicheren und schwindelfreien vorbehalten, die Klettern im II. Schwierigkeitsgrad bestens beherrschen und auch in der Orientierung keine Probleme haben! (Steinmänner deuten hier den Weg) Die Kasseler Hütte ist eine wunderschöne Schutzhütte mit Liebe zum Detail, sehr netten Hüttenwirtsleuten und absolut guter Küche!

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