UNSER MUTTER-TOCHTER ABENTEUER: KILIMANDSCHARO - Das Abenteuer unseres LEBENS

Nach 6 Monaten Planungs- und Vorbereitungsphase war es nun endlich so weit! Begleitet uns auf unserer Reise wo wir in 8 Tagen über die LEMOSHO Route via WESTERN BREACH auf den höchsten Berg Afrika`s steigen.

Am 7.8.23 heben wir ab nach Tansania und mit uns 41 kg an Kleiderspenden die wir für die Porter vom Kilimandscharo gesammelt haben.

 

Tag 7 -  G I P F E L T A G  -  ARROW GLACIER CAMP 4.900m - UHURU PEAK 5.895m - MILLENIUM CAMP/HIGH CAMP 3.900m

 

 

Seit 8 Monaten haben wir diesen Traum einmal zusammen am höchsten freistehenden Berg der Welt zu stehen und heute soll es soweit sein! Wir haben viel und lange geplant, organisiert, trainiert und dieses Ziel schien immer so fern zu sein, heute ist es so nahe, wir sind sehr gespannt wie der heutige Tag verlaufen wird!

Um 3.00 Uhr morgens läutet der Wecker und zur selben Zeit weckt uns auch Tosha mit einer heißen Thermoskanne voll Wasser für Kakao, Tee und co. und den Worten: " Did you sleep well?"  Haben wir gut geschlafen auf das Chaos von gestern hinauf, wo ja unsere 360 Grad Kamera die wir extra für diese Expedition angeschafft haben verloren ging und wir lange noch gesucht haben! Mia hat gut geschlafen worüber ich sehr froh bin und ich habe kein Auge zugedrückt! Ich hatte Kopfschmerzen, aber die hatte ich ja schon die letzten Tage, welche ich dem Schlafentzug und evtl. auch dem Koffeinentzug anlaste, natürlich spielt die Höhe auch mit, Mia war total übel und sie hatte Unterleibsschmerzen, ich gab ihr eine Schmerztablette und eine gegen Übelkeit in der Hoffnung das beides schnell seine Wirkung zeigt! Ich musste dann beide Taschen einräumen, Isomatten auslassen, Schlafsäcke einpacken, Rest einpacken und so blieb mir keine Zeit etwas zu trinken. Naja durstig ist man um 3.00 Uhr morgens sowieso nicht, aber es war stressig, wir wollten ja pünktlich um 4.00 Uhr starten, das ist hier wichtig das die Route sehr steinschlaggefährdet ist und je wärmer es wird in der Wand umso gefährlicher! Es ging uns nicht wirklich besser aber wir waren um 4.10 mit Stirnlampe, Helm und sehr warm eingepackt mit Heizsohlen, Heizpads , warmen Handschuhen, fette Daune bereit los zu gehen! Die ersten 200hm waren alle ganz still. es ging Schritt für Schritt die steile Wand empor! Nach 300hm etwa gab es einmal die erste Trinkpause, das war eher ein Nippen als Trinken, Mia war noch Übel und mein Kopf schmerzte, also weiter! Auf der Western Breach muss man schauen das man die ersten 400hm die am steinschlaggefährdetsten sind ohne lange Pause durchsteigt, danach wird es felsiger und kompakter und dort machten wir dann einmal eine kurze 5 Minuten Sitzpause, das war echt nötig, es ist hart, jeder Meter nach oben fühlt sich extrem schwer an.  Mia schlug sich echt mega gut, sie hat durchgebissen und so kamen wir nach 4:15 Stunden oben am Kraterrand an. Ich habe so viele Videos von der Besteigung des Kilimandscharos gesehen und alle waren sich einig und meinten es war das härteste das sie je gemacht haben, aber Vorstellung darüber was das genau heißt hat man erst wenn man es selbst macht, ich war fix und alle und Mia auch froh mal sitzen zu können, aber die Pause war nur sehr kurz weil uns der Wind hier oben eiskalt um die Ohren fegte, wir marschierten langsam weiter zum Furtwängler Gletscher oder die Reste die noch übrig sind, ich wollte unbedingt dorthin, davor stehen bevor es ihn nicht mehr gibt! Die Gletscher hier oben sind ja echte Phänomene, durch die Hitze und Luftfeuchtigkeit hier oben, schmelzen sie nicht ab wie man das von unseren Gletschern kennt, sondern verdampfen! Danach ging es über den anstrengend zu gehenden Vulkanboden der immer wieder einsinkt weiter zum Crater Camp, denn nun war Pause angesagt! Wobei wir das wohl etwas anders interpretiert haben, ich war so fertig, zeitweise kam ich mir beim Gehen wie eine torkelnde Betrunkene vor und ließ mich dann auf den Boden fallen, ich wollte einfach nur mehr schlafen! Mia war nicht mehr schlecht und ihr ging es doch viel besser wie mir! Tosha hatte es gut gemeint und mir Kaffee mitgenommen, jedoch wusste er nicht das ich ihn mit Milch und Zucker trinke und so war der einfach nicht runter zu kriegen, auch sonst ging nichts, wir hatten werde Hunger noch Durst, nicht einmal einen Schokoriegel bekam ich runter! Als ich gerade am einnicken war meinte Denis unser Guide aber gleich ich könnte jetzt nicht schlafen wir müssen noch weiter rauf zum Gipfel! Zu dem Zeitpunkt dachte ich nur noch wenn Mia jetzt nicht mehr weiter könnte dann würde ich vlt. sogar erleichtert sein abzubrechen, was für Gedanke?! Aber Mia meinte dann auch: "Komm Mama die letzten Meter schaffen wir auch noch, gehen wir!" tja die letzten Meter waren aber auch noch 200hm, wofür wir 1,5 Stunden brauchten! Es war ein Kampf für mich, mir war auch teilweise schwindlig und irgendwie fühlte ich mich so als wäre ich garnicht in meiner Haut! Aber dazwischen kamen natürlich auch wieder ganz klare Momente wo ich mir sagte, wir haben uns solange auf diese Reise vorbereitet, viel trainiert und außerdem könnte ich das Mia gegenüber jetzt auch nicht verbocken wo sie so stark durchhält, gibt nur eines auf und durch und so schafften wir es auf den höchsten freistehenden Berg - dem Dach von Afrika - es war unglaublich! Wir waren so erleichtert und froh als wir oben waren, mir kamen echt die Tränen vor Erschöpfung, Erleichterung und vor allem war ich einfach so unbeschreiblich stolz auf Mia die das so durchgezogen hatte, ohne jammern, ohne den Gedanken abzubrechen wo ihr in der Früh so schlecht war! Nur mehr wenige Leute waren da, das war auch mit unter ein Grund für mich das ich diese Route für uns gewählt hatte. Unsere Guides umarmten und gratulierten uns, sie waren unsere Heroes, 4 Leute die es möglich machten hier oben zu stehen - ihr seid die BESTEN! Es wurden Gipfelbilder gemacht, das Panorama fotografiert aber aus unserem Interview das ich mir immer bildlich vorgestellt hatte wurde nichts denn Mia war eiskalt, der Wind war stark oben und so machten wir uns an den langen Abstieg der uns jetzt noch bevor stand. Erst einmal 1200hm absteigen zum Barafu Camp, bis zum Stella Point war mein Schritt noch ab und zu leicht torkelnd, aber ab dort die Schotterpiste runter ging es dann relativ gut und zügig, Mia war super unterwegs und so erreichten wir nach 2:15 Stunden mit einer kurzen Trinkpause das Barafu Camp wo wir unseren verspäteten Lunch bekamen! Es war soooo herrlich zu sitzen, wir bekamen Mangosaft, Ananas, Mango und einen Minimuffin zur Vorspeise und danach einen Riesenteller Pasta, der sehr lecker war. Aber wir waren mit dem Tag noch nicht zu Ende, wir mussten noch weitere 800hm absteigen wofür wir ca. 2 Stunden begraucht haben, aber dann waren wir endlich im Camp angekommen, wir waren mega staubig, extrem geschlaucht, aber uns ging es gut, keine Übelkeit, keine Kopfschmerzen, wir waren einfach nur überglücklich - wir hatten es geschafft!

Zum Abendessen bekamen wir Huhn mit Gemüse und Reis und Früchte, wir genossen noch die Abendstimmung bis die Sonne unterging und fielen dann ins Bett! Aber schlafen konnte ich auch diese Nacht nicht - die Eindrücke waren einfach soooo gewaltig!

 

Viel Spaß beim begleiten! Wenn ihr Fragen habt könnt ihr euch gerne melden!

Ab Herbst/Winter gibt es zu unserem Mutter-Tochter Abenteuer eine Multimediavortragsreihe!

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